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Ständig müde im Winter? Tipps gegen Wintermüdigkeit, was dahintersteckt und wie Sie in der kalten Jahreszeit Ihr Immunsystem stärken

Wenn der Wecker klingelt und der Körper protestiert, dann fühlt sich das Aufstehen oft an wie ein kleiner Kraftakt. Die Augen sind schwer, der Kopf ist noch im Ruhemodus und obwohl Sie eigentlich genug geschlafen haben, sind Sie oft schläfrig und müde im Winter.

Vielen Menschen geht es genauso. Gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit fühlen wir uns häufiger schlapp, antriebslos und irgendwie „wie auf Sparflamme“.

Doch Wintermüdigkeit ist kein Zeichen von Faulheit oder fehlender Disziplin. Sie hat handfeste Ursachen. Und zum Glück auch wirksame Lösungsansätze. Wer versteht, warum der Körper im Winter anders tickt, kann gezielt gegensteuern und wieder mehr Energie in den Alltag bringen.

Wintermüdigkeit: Mehr als nur ein bisschen Erschöpfung

Über Wochen hinweg dauerhaft erschöpft… morgens nicht in die Gänge kommen, spätestens nach dem Mittag schon wieder durchhängen: Genau so kann sich Wintermüdigkeit anfühlen.

Typisch sind Müdigkeit und Antriebslosigkeit, ein erhöhtes Schlafbedürfnis und das Gefühl, nie richtig wach zu werden.

Müde im Winter - Wintermüdigkeit

Anders als nach einer kurzen stressigen Phase verschwindet diese Form der Erschöpfung nicht einfach nach ein paar ruhigen Tagen. Viele Betroffene sagen, dass sie sich in der dunklen Jahreszeit ständig müde fühlen – selbst dann, wenn sie auf Schlaf, Ernährung und Bewegung achten.

Wichtig zu wissen: Wintermüdigkeit ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern eine körperliche Reaktion auf veränderte Umweltbedingungen.

Wenn Antrieb, Konzentration und Energie fehlen – Symptome erkennen

Sie schleichen sich langsam ein und werden deshalb nicht immer sofort erkannt: Die Symptome von Wintermüdigkeit sind vielfältig und oft subtil.

Häufige Anzeichen sind:

  • ständige Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf
  • Konzentrationsprobleme und verlangsamtes Denken
  • erhöhte Schläfrigkeit am Tag
  • geringere Belastbarkeit
  • niedergeschlagene Stimmung oder Reizbarkeit
  • das Gefühl, „nicht in die Gänge zu kommen“

Viele Menschen beschreiben es als ein dauerhaftes Energietief, das sich besonders morgens und am frühen Nachmittag bemerkbar macht. 

Oft ist das ein unangenehmer Kreislauf: Wenn Sie ständig müde und nicht leistungsfähig sind, ist eine Niedergeschlagenheit fast vorprogrammiert. Denn wir sind in unserer Kultur leider darauf konditioniert, dass wir nur wertvoll sind, wenn wir aktiv sind und etwas leisten.

Ursachen von Wintermüdigkeit: Warum sind wir im Winter so müde und schläfrig?

Die Frage „Warum ist man im Winter so müde?“ lässt sich nicht mit einer einzigen Ursache beantworten. Meist kommen mehrere Faktoren zusammen, die sich gegenseitig verstärken und gemeinsam zur Wintermüdigkeit beitragen.

Schauen wir uns das im Folgenden einmal genauer an…

Was unserem Körper wirklich fehlt und warum wir oft so müde im Winter sind

Ein zentraler Auslöser ist der Lichtmangel im Winter. Weniger Tageslicht bedeutet weniger Sonnenlicht, und das beeinflusst unsere innere Uhr. Der Körper produziert mehr vom Schlafhormon Melatonin, während gleichzeitig der Serotoninspiegel sinkt. Und Serotonin hat nicht umsonst den Namen „Glückshormon“.

Das Ergebnis: Wir fühlen uns häufiger schläfrig, der Tag-Nacht-Rhythmus gerät aus dem Gleichgewicht und der Körper schaltet früher in den Ruhemodus. Gerade in den dunklen Monaten wird deshalb mehr Melatonin produziert – wir werden schneller müde, auch tagsüber.

Hinzu kommt, dass wir uns in der kalten Jahreszeit oft weniger bewegen, seltener draußen sind und insgesamt weniger frische Luft bekommen. All das kann die Müdigkeit verstärken.

Müde im Winter? - Vermutlich fehlt Vitamin D

Vitamin D & Co. – kleine Nährstoffe mit großer Wirkung bei Wintermüdigkeit

Besonders bekannt ist der Zusammenhang zwischen Wintermüdigkeit und Vitamin D. Da die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten nicht ausreicht, sinkt der Vitamin-D-Spiegel bei vielen Menschen deutlich.

Es ist jedoch ein wichtiges Vitamin für: 

  • den Energiestoffwechsel
  • das Immunsystem
  • die Muskel- und Nervenfunktion

Eine ausgewogene Ernährung liefert zwar die Basis, doch durch weniger Sonnenlicht und veränderte Essgewohnheiten kann es schneller zu einem Vitamin D Mangel kommen. Das wirkt sich direkt auf den Energiestoffwechsel und auch auf die Stimmung aus.

Winterdepression – mehr als bloß Schläfrigkeit & Winterblues

Bei manchen Menschen geht die Wintermüdigkeit über normale Erschöpfung hinaus. Die sogenannte saisonal abhängige Depression (auch Winterdepression genannt) ist eine ernstzunehmende Form der Verstimmung.

Neben starker Müdigkeit treten hier häufig depressive Symptome wie Hoffnungslosigkeit, sozialer Rückzug und Betroffene haben einen deutlich verminderten Antrieb.

Aber warum trifft es manche stärker?

Genetische Faktoren, ein besonders sensibler Schlaf-Wach-Rhythmus und der ausgeprägte Lichtmangel spielen dabei eine Rolle. Auch wenn der- oder diejenige bereits Erfahrungen mit Depressionen machen musste (z.B. wegen Burnout oder Traumata), ist ein Rückfall gerade im Winter durchaus möglich und ernst zu nehmen.

In solchen Fällen ist professionelle Unterstützung wichtig und man sollte einen Arzt aufsuchen bzw. Betroffene dazu ermutigen.

Müde sein schwächt – genau hier kommt das Immunsystem ins Spiel

Ein dauerhaft müder Körper ist anfälliger für Infekte. Das ist kein Zufall. Müdigkeit im Winter und ein geschwächtes Immunsystem hängen eng zusammen.

Denn es braucht eine Menge Energie, um die innere Regulationsprozesse des Körper und damit auch das Immunsystem am Laufen zu halten. Unter anderem spielt hier der Darm eine wichtige Rolle, wie wir es im Blogartikel zur Bedeutung rechtsdrehender Milchsäure näher erläutert haben.

Wenn der Körper ständig im Energiesparmodus läuft, fehlen ihm Ressourcen für diese wichtigen Prozesse und die Abwehr. Gleichzeitig muss das Immunsystem gerade in der kalten Jahreszeit Höchstleistungen erbringen, denn Erkältungsviren und andere Erreger haben Hochsaison.

Frau ist schläfrig und müde im Winter

Was hilft gegen Wintermüdigkeit und wenn die Energie im Keller ist?

Die gute Nachricht: Sie können Wintermüdigkeit bekämpfen, ohne Ihren Alltag komplett umzukrempeln. Oft sind es kleine Stellschrauben, die helfen, die Symptome zu lindern und einen die einen großen Unterschied machen.

Was tun gegen Wintermüdigkeit?

Bewährt haben sich vor allem diese Tipps:

✔️ Regelmäßige Bewegung – idealerweise draußen bei Tageslicht

✔️ ein möglichst konstanter Schlafrhythmus

✔️ ausreichend Flüssigkeit (mindestens zwei Liter pro Tag)

✔️ eine gesunde Ernährung mit Vitaminen und frischen, nährstoffreichen Lebensmitteln

Schon 20 bis 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft können helfen, die innere Uhr zu stabilisieren und die Melatoninproduktion positiv zu beeinflussen. Um tagsüber wach zu bleiben und abends wieder besser zur Ruhe zu kommen.

Kombinieren Sie dies mit einem regelmäßigen Schlafrhythmus, indem Sie abends zu einer etwa gleichen Zeit ins Bett gehen. Wie immer gilt dabei: Lieber mehr schlafen, als zu wenig. Denn mit mehr Schlaf wächst auch Ihre Resilienz und Fittheit am Tag.

Und tagsüber: Viel Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung.


Immunsystem im Winter stärken – warum das auch gegen Wintermüdigkeit hilft

Ein starkes Immunsystem entlastet den Körper und spart Energie. Wer sein Immunsystem im Winter stärken möchte, sollte auf eine Kombination aus Schlaf, Bewegung, Nährstoffen und Stressreduktion setzen.

Denn je weniger der Körper mit Infekten kämpfen muss, desto mehr Energie steht für Alltag, Konzentration und Wohlbefinden zur Verfügung.

Bewegung im Winter gegen Müdigkeit und Winterblues

Vitamine als Energie-Booster: Jetzt kommt es auf die richtige Versorgung an

Ein weiterer Schlüssel bei Müdigkeit im Winter ist, wie bereits angedeutet, die Nährstoffversorgung. Gerade in Frühling, Herbst und Winter fällt es vielen schwer, den Körper ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen.

Wir hatten schon festgehalten:

Tage kürzer = weniger Licht / weniger Sonne = weniger Energie.

Einen Mangel an Vitamin D sollten Sie daher unbedingt vermeiden und Ihren Spiegel regelmäßig beim Arzt kontrollieren lassen. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel und Vitamin-D-Präparate sind gerade im Winter sehr zu empfehlen. 

Auch Vitamin C, B-Vitamine (insbesondere Vitamin B12 ), Zink und andere Mineralstoffe tragen dazu bei, den Körper leistungsfähig zu halten. Fehlen diese Bausteine, fühlen wir uns schneller erschöpft und weniger belastbar.

Natürliche Frucht- und Gemüsesäfte können hierbei unterstützen und sind wohlschmeckend und praktisch, gerade wenn es im Winter keine heimischen Früchte in den Geschäften gibt. 

Diese Gewohnheiten helfen im Alltag:

  • feste Aufstehzeiten – auch am Wochenende
  • möglichst viel natürliches Licht am Vormittag
  • leichte, regelmäßige Mahlzeiten statt schwerer Kost
  • bewusste Pausen für Erholung und Entspannung

Diese Routinen helfen, dem Winterblues entgegenzuwirken und wieder mehr Schwung in den Tag zu bringen.

Mikronährstoffe Frucht- und Gemüsesäfte im im Winter fit zu sein

Bonus-Tipps gegen Wintermüdigkeit: Wie komme ich wieder zu Energie?

Manchmal braucht es zusätzlich kleine Impulse, um den Kreislauf anzukurbeln: ein Glas Wasser direkt nach dem Aufstehen, kurze Bewegungseinheiten zwischendurch oder ein bewusster Spaziergang in der Mittagspause. Auch soziale Kontakte und kleine Lichtquellen im Alltag können die Stimmung spürbar heben.

Auch Wechselduschen sind sehr zu empfehlen. Abwechselnd kalt und heißt zu duschen bringt den Kreislauf in Schwung und macht Sie fitter.

Aber Achtung: Übertreiben Sie es nicht mit der Kälte, sonst erreichen Sie genau das Gegenteil. Wir wollen unseren Körper und Kreislauf anregen, nicht herausfordern oder gar provozieren. Vor allem wenn schon eine Erkältung im Anmarsch ist, sollten Sie auf das kalte Wasser lieber verzichten.

Warum Nährstoffe in flüssiger Form jetzt besonders wertvoll sind

Frisches Obst und Gemüse liefern wertvolle Mikronährstoffe, die an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt sind – darunter auch an der Energiegewinnung und an der Funktion des Immunsystems. Aber gerade wenn wir müde sind, braucht unser Körper besonders leicht verfügbare Energie.

Eine einfache Möglichkeit, den Körper in der kalten Jahreszeit zu unterstützen, sind daher Frucht- und Gemüsesäfte. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe in konzentrierter Form und sind vor allem dann hilfreich, wenn der Appetit auf Rohkost im Winter eher gering ist.

Wichtig ist dabei die Qualität: naturbelassene Säfte ohne Zuckerzusatz, idealerweise aus mehreren Obst- und Gemüsesorten kombiniert.

Neben frischen Lebensmitteln können auch hochwertige Mikronährstoffkonzentrate aus natürlichen Quellen eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie sind besonders praktisch, wenn der Alltag wenig Raum für eine perfekt ausgewogene Ernährung lässt oder der Körper einen erhöhten Bedarf hat.

Entscheidend ist auch hier: natürliche Inhaltsstoffe, eine gute Bioverfügbarkeit und eine Zusammensetzung, die den Körper ganzheitlich unterstützt.

Frau ist fit im Winter in der Natur

Jetzt aber raus aus dem Energietief!

Wintermüdigkeit ist weit verbreitet, aber sie muss nicht Ihr Dauerzustand sein. Wer versteht, woran genau es liegt, kann gezielt gegensteuern und Schritt für Schritt wieder zu mehr Energie finden.

Wir haben gesehen: Mit der richtigen Balance aus Licht, Bewegung, Nährstoffen und Erholung lässt sich die kalte Jahreszeit deutlich aktiver und entspannter erleben.

Wenn Sie diese einfachen Tipps in Ihren Alltag integrieren, ist schon viel gewonnen und Sie werden merken, wie sich Ihr Wohlbefinden stetig verbessert. Nicht nur im Winter.

Also: Los geht’s!

Sie möchten Ihren Körper gezielt unterstützen? Dann schauen Sie gerne in unsere Produktkategorie fürs Immunsystem: 

Häufig gestellte Fragen (FAQs):

Warum ist man im Winter immer müde?

Weniger Tageslicht führt zu mehr Melatonin und einem veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus. Gleichzeitig bewegen wir uns weniger, wenn es draußen kälter ist, und nehmen oft weniger Vitamine auf.

Welche Vitamine fehlen bei Wintermüdigkeit?

Häufig fehlen Vitamin D, Vitamin C, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Zink.

Was hilft wirklich gegen Müdigkeit im Winter?

Tageslicht, Bewegung an der frischen Luft, regelmäßiger Schlaf und eine ausgewogene Ernährung sind die wichtigsten Hebel.

Ist Vitamin D bei Wintermüdigkeit sinnvoll?

Ja, da der Körper im Winter kaum selbst Vitamin D bildet, kann eine gezielte Versorgung sinnvoll sein.

Information für Allergiker:

Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Milchprodukten oder einer Milchzuckerallergie, sollten bei der Einnahme von Produkten, die auf fermentierter Molke (Sauermilchmolke) basieren, vorsichtig sein. Zwar wird durch den Fermentationsprozess und den Abbau von Laktose und Milcheiweiß das Allergenpotenzial reduziert, dennoch können geringfügige Mengen an Milchsubstanzen verbleiben, die potenziell allergische Reaktionen hervorrufen können. Personen mit einer bekannten Milchallergie sollten vor der Einnahme solcher Produkte daher eine medizinische Beratung einholen.

Disclaimer:

Dieser Artikel stellt keine medizinische Beratung dar. Vor der Verwendung von Produkten sollte immer ein Arzt, Apotheker oder spezieller Facharzt (z.B. Dermatologe (Hautarzt)) konsultiert werden. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen nur zu Informationszwecken und beruhen auf unseren persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit, Aktualität oder Ausgewogenheit der präsentierten Information und Meinungen erhoben. Die Auswahl und Anwendung spezifischer Produkte sollte immer in Absprache mit medizinischem Fachpersonal erfolgen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen, z.B. chronischen Hauterkrankungen oder Magen- und Darmbeschwerden. Für Schäden oder Beeinträchtigungen, die durch die Nutzung der in diesem Artikel genannten Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel oder Informationen entstehen, kann keine Verantwortung übernommen werden. Beachten Sie bitte auch: Kein Produkt bietet einen Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Für externe Links und Verweise wird ebenfalls keine Haftung übernommen.